Fussball
Donnerstag, 24. August 2006
Sonntag, 23. Juli 2006
Und nun zu etwas ganz anderem
Mittwoch, 31. Mai 2006
We shall never surrender
Nordea Admira steigt als Tabellen-Zehnter der T-Mobile Bundesliga 2005/06 in die Red Zac Erste Liga ab, der FC Kufstein muss in die Regionalliga West.
Das Lizenzierungsverfahren für die Saison 2006/07 ist hiermit beendet."
Zähneknirschende Aussendung der Bundesliga, die sich eine andere Entscheidung der Letztinstanz gestern abend erwartet, wenn nicht erhofft hatte. Hier die APA-Meldung: Die Bundesliga nahm die Entscheidung des Schiedsgerichts gelassen, wenn auch überrascht, zur Kenntnis. "Wir haben das zu akzeptieren", erklärte Liga-Pressesprecher Christian Kircher.
Mein Kommentar: Es war am Ende dem Einschreiten und der Eigeninitiative von Admiras Ex-Präsident und Immer-noch-Vorstandsmitglied Hans-Werner Weiss zu verdanken, dass der Totalabsturz im letzten Augenblick noch abgewendet werden konnte. Weiss hatte die unter seiner Führung entstandenen Altlasten auf den aktuellen Präsidenten Pishyar abzuwälzen versucht, wollte aber dem Untergang der Admira nun doch nicht tatenlos zusehen und hat in dieser entscheidenden Situation nicht nur hinter den Kulissen mit Geschick agiert sondern vor allem Anstand bewiesen. Das hat meinen Respekt, und es sei ihm gedankt. Punkt.
Sonntag, 14. Mai 2006
Elf 05/06
Didulica
Ertl - Tokic - Chaile - Troyansky
Sebo - Blanchard - Ceh - Jezek
Janko - Kuljic
Tormann:
Joey Didulica (CRO, Austria Wien)
Als rundum sattelfest kann man keinen Goalie der Liga bezeichnen, und auch Didulica war vor allem im letzten Saisonviertel weit davon entfernt, ein angeblicher "Weltklassetormann" zu sein. Dennoch ließ er am wenigsten anbrennen und war am ehesten von allen Kandidaten zu Glanztaten befähigt.
Rechter Verteidiger:
Johannes Ertl (AUT, Sturm Graz)
So hundertprozentig überzeugt hat mich auch der (nicht mehr ganz) junge Mann aus Graz nicht - aber sagt mir einen besseren auf dieser Position. Und Ertl, der eben erstmals ins Nationalteam berufen wurde, hat immerhin Zukunftsperspektiven.
Innenverteidiger 1:
Mario Tokic (CRO, Austria Wien)
Die ehemalige GAK-Stütze war ohne jede Umstellungsschwierigkeit sofort unumstrittener Cheforganisator der Austria-Abwehr und ließ sogar Zauberer Afolabi vergessen.
Innenverteidiger 2:
Carlos Chaile (ARG, Pasching)
Pasching erhielt nicht grundlos die wenigsten Gegentreffer aller Bundesligisten. Ein Verdienst des Paschinger Defensivsystems, das am zwingendsten durch Carlos Chaile, dem konsequentesten Bollwerk der Liga, verkörpert wurde.
Linker Verteidiger:
Fernando Troyansky (ARG, Austria Wien)
Kein Witz! Der viel geschmähte Stronach-Liebling war zwar meistens auf der rechten Seite daheim, wuchs aber in der ständig durch Verletzungen geschwächten Austria-Abwehr vom Notnagel zum kampfstarken, selbstbewußten Dauerbrenner und erstaunte am Ende sogar durch Assist- und Kopfballstärke.
Rechte Außenbahn:
Filip Sebo (SLK, Austria Wien)
Nominell eigentlich ein Stürmer, hatte Sebo seine stärksten Auftritte im Frühjahr als unberechenbar die Positionen wechselnder Brecher aus der Etappe. Von da an war der Luxuskörper der Liga ein kaum zu bremsendes Naturerereignis.
Zentrales Mittelfeld, defensiv:
Jocelyn Blanchard (FRA, Austria Wien)
Die strategisch bedeutsame Schaltstelle zwischen Defensive und Offensive interpretierte Blanchard wie kein zweiter und zog als Umspannwerk im Spiel der Austria die Bälle an wie ein Magnet. War die Verläßlichkeit in Person, vorbildhafter Kapitän und demonstrierte Selbstvertrauen ohne Anflug von Selbstherrlichkeit. Auch für mich der Spieler der Saison. Chapeau!
Zentrales Mittelfeld, offensiv:
Nastja Ceh (SLO, Austria Wien)
Einfädler- und Freistosskönig, hatte viele Freiheiten und nutzte sie. Unter vielen Blendern und Handwerkern im Austro-Biotop einer der wenigen mit einem Hauch von Genie.
Linke Außenbahn:
Patrik Jezek (CZE, Salzburg)
Die konstanteste Kraft in der Salzburger Kreativabteilung überzeugte heuer nicht nur als Vorbereiter und Flankengeber sondern auch durch Schusskraft und Torgefährlichkeit.
Sturmspitze 1:
Sanel Kuljic (AUT, Ried)
Als Aufsteiger vom Torschützenkönig der 1. Liga zum Topscorer der höchsten Spielklasse ohne den Verein zu wechseln - das gelang in der Bundesligageschichte bisher niemandem. Der schlitzohrigste Instinktstürmer im Lande.
Sturmspitze 2:
Marc Janko (AUT, Salzburg)
Über die gesamte Saison betrachtet wäre Roland Linz wohl höher einzustufen gewesen, hätte aber als Topstürmer der Meistermannschaft mehr an Effizienz herausholen müssen. Marc Jankos Performance im Frühjahr hingegen war derart imposant, dass es an ihm kein Vorbei gibt. Eindrucksvoll war nicht nur die Anzahl der von ihm geschossenen Tore, sondern vor allem die abgebrühte Souveränität, mit der sie der 22-jährige erzielte. Ein heißer Kandidat für die deutsche Bundesliga.
Freitag, 31. März 2006
No fun?
Admiraner mit Austria-Vergangenheit:
Michael Wagner, Thomas Flögel, Thomas Mandl, Jürgen Panis.
Weiters: Trainer Ernst Baumeister, General Manager Hubert Baumgartner.
Austrianer mit Admira-Vergangenheit:
Roland Linz, Fernando Troyansky, Roman Wallner, Joachim Parapatits.
Weiters: Sportdirektor Peter Stöger, Co-Trainer Thomas Janeschitz (war Admira-U19-Coach), Tormanntrainer Franz Gruber.
Donnerstag, 30. März 2006
No fun
Mittwoch, 15. März 2006
Baumi Admira
Das sollte doch kein schlechtes Omen sein!
Übrigens: Man verachte mir Ernst Baumeister nicht!
Wieviele österreichische Kicker können solch eine Bilanz vorweisen?
413 Bundesligaspiele, 50 Tore
8 Meistertitel
4 Cupsiege
1x Europacupfinale der Cupsieger (1978)
2x Europacup-Semifinale (1979, 1983)
39 Länderspiele, 1 Tor
2 WM-Teilnahmen (1978, 1982)
Ernst Baumeister verzeichnete seinen größten Erfolg in Wahrheit weder mit dem Europacupfinale 1978 noch mit seinen zwei WM-Teilnahmen, sondern in der Europacupsaison 1982/83, als die Austria im Cup der Meister (also dem Vorläufer der Champions League) Panathinaikos, Galatasaray und Barcelona (mit Diego Maradona und Bernd Schuster!!!) eliminierte und erst im Semifinale an Real Madrid scheiterte (2:2 H, 1:3 A). Und kein anderer Spieler der Bundesligageschichte hat so viele österreichische Meistertitel wie Baumeister eingefahren.
Donnerstag, 2. März 2006
Erbärmlich
Ernsthaft, Burschen, so kann das nichts werden, das kann nix, das ist nix, das ist von vorne bis hinten keine Mannschaft, die diesen Namen verdient. Hinten geht's los: In die Abwehr gehören vier Leute, von denen man zumindest verlangen kann, dass sie ihren Mann stehen. An den Legionären führt da kein Weg vorbei - also Stranzl und Scharner zentral, Pogatetz rechts statt des zu früh stark geredeten Dober und links Katzer, der kann wenigstens köpfeln und bringt auch nach vorne was.
Mit dem Mittelfeld von gestern braucht man gar nicht erst antreten, das geht eben sogar gegen Kanada mächtig in die Hose. Zwei Defensivspieler, von denen einer keine Spielpraxis hat, die beide keinen Gegner aufhalten und nach vorne keine Zuträgerdienste leisten - was bitte, soll das sein? Im so eben nicht vorhandenen Spielaufbau muss grundsätzlich etwas geändert werden. Ivanschitz gehört unbedingt - wie es in Salzburg jetzt schon geschieht - eine zentrale, weniger raumgebundene Rolle zugedacht. Seine Linksposition machte nur bei Rapid im Verband mit Hofmann als Schaltstelle Sinn und war im Team schon in der Krankl-Ära obsolet. Hickersberger sollte das besser wissen und Ivanschitz eine spielerisch taugliche zweite Kraft zur Seite stellen, nämlich Jürgen Säumel, der die bisherige Ivanschitz-Rolle an der linken Seite einnehmen könnte. Säumel gehört außerdem im Sommer weg von Sturm Graz und zu einem vernünftigen Verein, sonst versumpert der Bub da unten. Rechts im Mittelfeld ist Schopp trotz aller Vorbehalte mit seiner Routine und Torgefährlichkeit einfach nicht zu ersetzen, ähnliches gilt für Aufhauser im zentralen Defensivbereich, trotz seiner schwachen Leistung gestern.
Ganz schlimm sieht es derzeit im Angriff aus. Ich wiederhole mich gebetsmühlenartig: Linz muss bei seinem Verein einfach zum Zug kommen und braucht seine Erfolgserlebnisse, sonst kommt ihm bei allem Potenzial jegliches Durchsetzungsvermögen abhanden, wie man nicht erst gestern sah. Der holländische Faxenmacher wird mich nicht hören, aber bei der Austria Sebo statt Linz zu forcieren zählt zu Schinkels bislang schlechtesten Scherzen und ist eigentlich eine Provokation, die ich mir von dem Lehrbuben nicht bieten lassen würde, hieße ich Hickersberger. Und der sollte als zweitem (hängenden) Stürmer besser gleich dem jungen Junuzovic vertrauen. Worauf soll man jetzt noch warten, und was gibt es zu verlieren, wo man doch so auch schon verliert? Akagündüz ist mit einer Performance wie gestern auf der Jesuitenwiese besser aufgehoben als im Praterstadion, Rieds Kuljic ist ja für die Austroliga ganz okay, aber international? Und sonst ist da nichts.
Wie überhaupt wenig an Substanz und Spielraum für den Teamchef vorhanden ist, das ist schon wahr. Aber mit dem bißchen, das zur Verfügung steht, kann man besser umgehen. Also mach was, Hicke.
Montag, 13. Februar 2006
Ösiwatch
Ein anderes Bild zuvor bei Wigan gegen Liverpool. Mußte erstmal minutenlang abchecken, ob Paul Scharner bei Wigan überhaupt aufgeboten war. Denn der befand sich dort, wo man ihn wahrlich nicht vermutete, nämlich in halblinker Stürmerposition. Wigan verschlief die erste Halbzeit komplett, nach vorne lief gar nichts, Scharner war praktisch nicht vorhanden, Liverpool führte durch ein haltbares Tor 1:0. Für die zweite Hälfte wurde bei Wigan scheinbar die Devise ausgegeben "alles über rechts spielen, die Kugel irgendwie zur Mitte wuchten und dort soll einer das Ding mit der Birne reinmachen". Jedoch, das gelang meist nicht einmal in Ansätzen, Scharner kam gerade mal zu einem Kopfball, bei dem er meterweise im Abseits stand, ein anderes Mal ging er bei einem Luftduell kurz k.o. Mehr war nicht. Wigan verlor den Glauben, Pauli war frustriert, Wigan 0 Liverpool 1.
Donnerstag, 2. Februar 2006
Much ado about a few
Hier der bisherige Spielplan der österreichischen Nationalmannschaft für 2006 in seiner ganzen Ärmlichkeit. Wenn das die gediegene Vorbereitung für die Heim-EM 2008 sein soll, dann gute Nacht.
1. März gegen Kanada (Wien)
23. Mai gegen Kroatien (Wien)
16. August gegen Ungarn (Graz)
2. und 6. September Vier-Länder-Turnier (Schweiz)
7. Oktober gegen Liechtenstein (Vaduz)
11. Oktober gegen die Schweiz (Innsbruck)
15. November gegen Chile (Wien)